Häufige Fragen
Kennen Sie schon unsere Merkblätter und Downloads? Wir bieten Ihnen viele praktische Informationen, z.B. zum Gebrauch von Invisalign®, Chewies™ und Munchies®, Tipps bei Schienenverlust u. v. m.
Was sind die Vorteile von Alignern?
Da bei Alignern im Gegensatz zu festen Zahnspangen keine Brackets befestigt werden müssen, wird die Zahnsubstanz bestmöglich geschont. Eine metallfreie Zahnschiene bedeutet zudem maximale Verträglichkeit – Allergien sind ausgeschlossen. Hinzu kommt der ästhetische Aspekt: Die transparente Schiene ist nahezu unsichtbar, was vor allem bei der Erwachsenenbehandlung ein entscheidender Vorteil ist. Aber auch Jugendliche schätzen die diskrete Zahnspange. Als weiterer Punkt ist die praktische Handhabung zu nennen. Da die Aligner herausnehmbar sind, können Sie alles essen und Ihre Zahnpflege ist nicht eingeschränkt.
Wie funktionieren „unsichtbare“ Zahnschienen?
Der komplette Behandlungsverlauf wird vorab digital geplant. Dank komplexer KI-Algorithmen und unserer Erfahrungswerte können wir jeden Behandlungsschritt simulieren und das Endergebnis schon vorab virtuell darstellen. Für jede Behandlungsphase fertigen wir mittels 3D-Drucker eine individuelle Zahnschiene. Mit jeder neuen Schiene werden die Zähne ein wenig weiterbewegt – in vielen kleinen Schritten kommen wir so sanft und komfortabel zum gewünschten Ergebnis.
Wie viele Schienen sind erforderlich?
Die Anzahl der Schienen hängt von der Diagnose ab: Bei einfachen Befunden reichen oft sieben Aligner aus, komplexere Therapien erfordern 15, 20 und teilweise auch noch mehr Zahnschienen. Ein großer Vorteil ist, dass Sie nicht für jeden Schienenwechsel in unsere Praxis kommen müssen. Sie erhalten bei Beginn der Behandlung ein ganzes Set individuell für Sie hergestellter Schienen.
Für wen kommen Aligner infrage?
Aligner, durchsichtige Zahnschienen aus einem biokompatiblem Kunststoff, sind fast für jeden Patienten und jede Zahnfehlstellung geeignet.
Ob Aligner für Sie eine mögliche Methode darstellen, klären wir im Vorfeld einer kieferorthopädischen Therapie. In manchen Fällen ist es sinnvoll oder sogar notwendig, Aligner in Kombination mit herkömmlichen kieferorthopädischen Apparaturen zu verwenden. Dies entscheiden wir grundsätzlich anhand Ihrer individuellen Voraussetzungen.
Sind Aligner nur für Erwachsene/Jugendliche oder auch für Kinder geeignet?
Aligner [transparente Zahnschienen] sind besonders bei Erwachsenen sehr beliebt, da sie eine unauffällige Form der Zahnkorrektur sind. Die Behandlung mit transparenten Zahnschienen ist aber auch bei Jugendlichen möglich [Invisalign® Teen]. Meist kann hier noch das natürliche Kieferwachstum genutzt werden. Für Kinder und Kinder kommt die Behandlung mit Alignern auch bei Vorhandensein von Milchzähnen in Frage [Invisalign® First].
Wie häufig müssen die Aligner gewechselt werden?
Wie lange Sie eine einzelne Behandlungsschiene tragen bzw. wann sie zum nächsten Aligner übergehen sollten, hängt von der zu korrigierenden Zahnfehlstellung sowie dem verwendeten Aligner-System ab. Bei den meisten Systemen wird der Aligner etwa nach ein bis zwei Wochen durch die Folgeschiene ausgetauscht.
Wir empfehlen regelmäßige Kontrolltermine in unserer Praxis, damit wir uns von dem Behandlungsfortschritt überzeugen und Ihnen direkt mitteilen können, wenn Sie die Schiene wechseln sollten.
Wie viele Stunden pro Tag muss ich den Aligner tragen?
Damit Aligner die Zähne effektiv bewegen können, ist eine ausreichende Tragedauer unerlässlich. Die Aligner sollten im Idealfall etwa 22 Stunden täglich getragen werden. Generell lässt sich sagen: Je länger die Tragedauer, desto kürzer die gesamte Behandlung!
Kann/sollte ich den Aligner auch über Nacht tragen?
Für eine möglichst effektive Zahnkorrektur sollten die Aligner etwa 22 Stunden pro Tag, also auch während der Nacht, getragen werden. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase werden Sie die Zahnschienen beim Schlafen kaum noch bemerken.
Können alle Arten von Fehlstellungen mit Alignern behandelt werden?
Aligner sind für eine Vielzahl von Fehlstellungen geeignet. Wir beraten Sie gerne, ob eine Behandlung mit Alignern in Ihrer konkreten Situation möglich und sinnvoll ist.
Ist essen und trinken mit Alignern möglich?
Wenn Sie die durchsichtigen Zahnschienen tragen, können Sie problemlos Mineralwasser trinken. Auf Getränke, die Zucker oder Säuren enthalten, sollten Sie jedoch verzichten. Falls Sie also z. B. Milch, Fruchtsäfte oder ein Glas Rotwein trinken möchten, sollten Sie die Zahnschienen herausnehmen und erst nach dem Zähneputzen wieder einsetzen. Bitte nehmen Sie die Zahnschienen zum Essen heraus. Bevor Sie sie wieder einsetzen, müssen Sie die Zähne reinigen. Denn sonst könnten sich Essensreste in den Zahnschienen festsetzen.
Kann sich die Zahnschiene verfärben?
Bei guter und gründlicher Pflege können Verfärbungen der Zahnschienen in den meisten Fällen verhindert werden. Während Sie den Aligner tragen, sollten Sie jedoch auf bestimmte stark färbende Lebensmittel [z.B. Kaffee oder Rotwein] sowie auf Nikotin verzichten.
Wie lange dauert die Behandlung mit Alignern?
Die Behandlungsdauer ist abhängig von der Ausprägung der Fehlstellung. Dazu beraten wir Sie individuell. Im Schnitt ist die Korrektur nach etwa neun bis 15 Monaten abgeschlossen.
Ist die Behandlung mit Alignern schmerzhaft?
Im Normalfall führt das Tragen von Alignern nicht zu Schmerzen. In den ersten Tagen der Behandlung sowie nach dem Einsetzen der Folgeschiene kann es einem leichten Druckgefühl kommen. Dies bedeutet, dass ausreichend Druck auf die Zähne ausgeübt wird und sich diese „bewegen“ können. Das Druckgefühl verschwindet in der Regel nach wenigen Tagen wieder.
Was kostet eine Behandlung mit Alignern?
Die Kosten einer Alignerbehandlung lassen sich nicht pauschal benennen. Sie können von Patient zu Patient variieren, da sie von dem verwendeten Aligner-System, der zu korrigierenden Fehlstellung, der Dauer und dem Aufwand der Behandlung abhängig sind. Gerne erstellen wir Ihnen im Vorfeld der Behandlung einen individuellen Kostenvoranschlag.
Was ist zu tun, wenn der Aligner einen Riss hat?
Wenn ein Aligner einen Riss hat oder andere Beschädigungen aufweist, wenden Sie sich am besten über die Dental-Monitoring®-App an uns. Wir können entscheiden, ob Sie die Schiene weiterhin tragen können, zur vorherigen Schiene zurückkehren sollten oder bereits den folgenden Aligner nutzen können.
Wir sind gerne für Sie da!
Bei jeglichen Fragen oder Unklarheiten sind wir für Sie da – fragen Sie uns am besten über den Messenger der Dental-Monitoring®-App.
Was kann ich tun, wenn Aligner nicht optimal passen?
Ihre Aligner sitzen noch nicht ganz perfekt? Sogenannte Chewies™ oder auch Munchies® können Abhilfe schaffen. Die kleinen Kaurollen (Chewies™) bzw. Kausterne (Munchies®) aus weichem Kunststoff bzw. Silikon werden zweimal täglich für jeweils fünf Minuten verwendet – Ihre Zahnschiene passt sich durch das Kauen optimal den Zähnen an.
So funktionieren Chewies™ / Munchies®:
- Setzen Sie Ihre Aligner gemäß Ihren Anweisungen wie gewohnt im Mund ein. [Tragezeit: 22 Stunden am Tag]
- Legen Sie einen Chewies™ / Munchies® zwischen die Aligner Ihres Ober- und Unterkiefers in die Bereiche, in denen die Aligner noch nicht optimal sitzen. [Sie können feststellen, dass Ihr Aligner nicht gut passt, wenn zwischen Ihren Zähnen und dem Aligner ein sichtbarer „Luftspalt“ besteht.]
- Kauen Sie zweimal am Tag für ca. fünf Minuten auf den Chewies™ / Munchies®.
- Die Chewies™ / Munchies® können mehrfach verwendet werden. Sollten sie nicht mehr elastisch sein, so fordern Sie ganz bequem neue an.
Gerne können Sie Ihre Chewies™/Munchies® bei uns bestellen. Senden Sie uns dazu einfach eine E-Mail an info@prof-dr-obermeier.de oder schreiben Sie uns eine Nachricht über die Dental-Monitoring-App.
Ein Aligner ist verloren gegangen – was nun?
Vorhin war der Aligner noch da, nun scheint er spurlos verschwunden. Was nun? Wir haben einige Ideen und Tipps zusammengestellt:
- Umgebung überprüfen: Ist die Zahnschiene vielleicht auf den Boden gefallen? Liegt sie im Waschbecken oder auf dem Tisch? Nicht selten sind Aligner unter Servietten oder Handtüchern aufzufinden. Am besten Anwesende bei der Suche um Hilfe bitten – vier Augen sehen mehr als zwei.
- Kieferorthopäden informieren: Wenn der Aligner verschwunden bleibt, melden Sie sich unverzüglich in unserer Praxis. Wir sorgen schnellstmöglich für Ersatz. Am einfachsten ist es, uns über den Messenger der Dental-Monitoring®-App Bescheid zu geben.
- Anderen Aligner einsetzen: Bis die Ersatzschiene verfügbar ist, sollten Sie den zuvor verwendeten Aligner tragen. Dies ist wichtig, damit die Zahnstellung zumindest stabil bleibt. In einigen Fällen können Sie auch direkt zum nächsten Aligner wechseln. Fertigen Sie am besten einen Zwischen-Scan mit Ihrer ScanBox an – wir beurteilen dann gerne, welche Schiene Sie einsetzen sollten.
- Aufbewahrungsbox nutzen: Wenn Sie einen Aligner herausnehmen müssen, sollten Sie ihn sofort in die Aufbewahrungsbox legen. Dort kann er nicht beschädigt werden oder leicht verloren gehen.
Wenden Sie sich bei Fragen jederzeit an uns – am besten über den Messenger der Dental-Monitoring®-App.
Was sind die Unterschiede zwischen Zahnarzt, Fachzahnarzt und Zahntechniker?
Was ist ein Zahnarzt?
Ein Zahnarzt ist ein allgemeiner Zahnmediziner, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen und Problemen im Mund- und Zahnbereich befasst. Er kann eine Vielzahl von zahnärztlichen Behandlungen durchführen, wie z. B. Zahnreinigungen, Füllungen, Wurzelkanalbehandlungen und Extraktionen. Dazu studiert der Zahnarzt mindestens fünf Jahre Zahnmedizin und schließt sein Studium mit dem Staatsexamen ab.
Grundsätzlich darf jeder Zahnarzt auch ohne spezielle Fortbildungen kieferorthopädisch behandeln. Es bestehen zudem zahlreiche Möglichkeiten zur weiteren Qualifikation, z. B. durch eine nebenberufliche Zusatzausbildung durch eine nebenberufliche Zusatzausbildung zum Master of Science Kieferorthopädie. Auch kann die Kieferorthopädie unter bestimmten Voraussetzungen als Tätigkeitsschwerpunkt geführt werden.
Was ist ein Fachzahnarzt für Kieferorthopädie?
Die Bezeichnung „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ ist für Sie ein Hinweis auf spezialisierte Fachkompetenz und langjährige Erfahrung. Es ist die höchstmögliche berufliche Qualifikation in der Kieferorthopädie. Nur ein Fachzahnarzt für Kieferorthopädie darf sich tatsächlich auch „Kieferorthopäde“ nennen. Um die Bezeichnung führen zu dürfen, ist nach dem abgeschlossenen Zahnmedizinstudium eine mindestens dreijährige Vollzeitweiterbildung mit anschließender Fachzahnarztprüfung erforderlich.
Ein Fachzahnarzt für Kieferorthopädie ist spezialisiert auf die Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit der Anwendung von kieferorthopädischen Geräten wie Zahnspangen, um Zahn- und Kieferfehlstellungen zu korrigieren. Er kann auch chirurgische Eingriffe durchführen, um Kieferfehlstellungen zu behandeln.
Wo liegt der Unterschied?
Der Unterschied liegt also hauptsächlich in der Spezialisierung. Während ein Zahnarzt allgemeine zahnärztliche Behandlungen durchführt, konzentriert sich ein Fachzahnarzt für Kieferorthopädie speziell auf die Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Beide Arten von Zahnärzten spielen jedoch eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Mundgesundheit.
Und was ist ein Zahntechniker?
Ein Zahntechniker ist ein Fachmann, der nach einer dreijährigen Ausbildung in einem zahntechnischen Labor arbeitet und Zahnersatz wie Kronen, Brücken, Prothesen und Implantate herstellt. Er arbeitet eng mit Zahnärzten und Kieferorthopäden zusammen, um individuell angefertigten Zahnersatz herzustellen. Auch die Fertigung von Alignern fällt in sein Fachgebiet. Ein Zahntechniker kann und darf jedoch keine Aligner-Therapie planen. Es ist die Aufgabe des Zahnarztes, nach vorheriger Ausbildung, eigenverantwortlich und selbstständig die Behandlung zu planen und die Behandlungsschritte festzulegen. Die Planung einer Aligner-Behandlung erfordert eine umfassende Kenntnis und Erfahrung in der Zahnmedizin bzw. der Kieferorthopädie, um den Zustand der Zähne und des Kiefers richtig zu beurteilen und eine angemessene Behandlung zu planen. Der Zahntechniker unterstützt den Zahnarzt, indem er die Aligner entsprechend den Vorgaben des Zahnarztes herstellt und anpasst.
Welche Risiken gibt es bei gewerblichen Aligner-Anbietern?
Nicht wenige Patienten haben sich in den vergangen Jahren für Aligner kommerzieller Anbieter entschieden. Zu verlockend scheinen die vermeintlich günstigen Preise und die bequemen Abläufe vieler Online-Angebote zu sein. Jedoch berichten verschiedene Medien (z. B der NDR) sowie die Verbraucherzentrale, dass die Zahl enttäuschter und geschädigter Patienten erheblich ist – Beschwerden über die Behandlung und sogar Schädigungen sind keine Einzelfälle. Wer gewerblichen Anbietern den Vorzug vor einer professionellen kieferorthopädischen Betreuung gibt, geht Risiken ein!
Schmerzen und Probleme
Ein Beitrag des NDR berichtet von einer Patientin, die nach einer Aligner-Therapie unter Schmerzen leidet und über gesundheitliche Folgeschäden klagt. Der Grund: Der gewerbliche Aligner-Anbieter hatte einen behandlungsbedürftigen Fehlbiss nicht berücksichtigt. Der Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) verzeichnet mittlerweile eine Fülle von Anfragen durch Patienten, die eine Beratung nach derartig missglückten Behandlungen suchen.
Geringere Diagnostikstandards?
Im Gegensatz zum Vorgehen in einer Praxis eines Fachzahnarzt für Kieferorthopädie, der die Behandlung in allen Phasen betreut, gelten bei kommerziellen Unternehmen offensichtlich geringere Standards. So werden beispielsweise die Untersuchung und der Intraoralscan in der Regel bestenfalls von Zahnmedizinischen Fachangestellten durchgeführt – Kontakt mit einem Fachzahnarzt besteht nicht. Auch wird die Notwendigkeit einer Röntgenaufnahme oft nicht gesehen.
Aufdringliches und teures Marketing
Der Bekanntheitsgrad gewerblicher Anbieter ist vergleichsweise groß. Erkauft wird diese Präsenz mit teuren Werbemaßnahmen. Beim erfolgreichsten Aligner-Unternehmen in Deutschland fließen pro Kunde etwa 500 bis 700 Euro ins Marketing – dies entspricht etwa 20 bis 25 Prozent des Budgets für die gesamte Aligner-Behandlung. Oder anders ausgedrückt: Von 100 Euro, die der Patient bezahlt, werden bis zu 25 Euro in Werbung investiert. Auch aufdringliche Rabatt-Aktionen via Telefon, SMS oder E-Mail gehören leider zum Standard.
Zahnkorrekturen gehören in Expertenhände
Was bei der Bewerbung von Zahnschienen durch Influencer und in bunten Spots schnell aus den Augen gerät: Aligner sind keine Lifestyle-Produkte, sondern kieferorthopädische Apparaturen! Dementsprechend gehören die Diagnostik und die Behandlung idealerweise in die Hände eines Fachzahnarztes für Kieferorthopädie.
Ist eine Aligner-Behandlung „do it yourself“ möglich?
Eine Behandlung mit Alignern – transparenten Zahnschienen – erfordert in jedem Fall eine fachmännische Diagnose, Planung und Überwachung. Nur auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass der Behandlungsverlauf effektiv ist und zugleich Risiken ausgeschlossen werden.
Ein Do-it-yourself-Ansatz ist nicht erfolgversprechend. Im Gegenteil: Wird der gesamte Prozess nicht von einem Fachzahnarzt für Kieferorthopädie geplant und begleitet, können Schmerzen und gesundheitliche Folgeschäden entstehen – die falsche Anwendung von Alignern führt möglicherweise zu Zahn- und Kieferproblemen.
Der Kieferorthopäde als Ansprechpartner für Aligner
Sie interessieren sich für eine Zahnkorrektur mit Alignern? Wenden Sie sich an einen Fachzahnarzt für Kieferorthopädie! Nur dieser kann Ihre Zahnsituation analysieren und beurteilen, ob eine Aligner-Behandlung für Sie ohne Weiteres infrage kommt oder beispielsweise eine zusätzliche Behandlung mit Mini-PINs notwendig ist. Der Kieferorthopädie plant jeden Schritt Ihrer Therapie individuell und überwacht den Behandlungsverlauf mit fachlicher Expertise.
Was unterscheidet Invisalign® von anderen Alignern?
Zwischen den verschiedenen Aligner-Anbietern gibt es insbesondere bezüglich der Behandlungskonzepte große Unterschiede. Aligner wurden ursprünglich ausschließlich für die Anwendung durch Kieferorthopäden entwickelt. Einige Hersteller von Alignern bieten jedoch beispielsweise Sets zur Selbstbehandlung an, bei denen die Schienen direkt nach Hause geliefert werden und die Behandlung ohne Aufsicht eines Fachzahnarztes für Kieferorthopädie erfolgt.
Do it yourself vs. Behandlung durch einen Kieferorthopäden
Diese DIY-Aligner werden als Lifestyle-Produkte inszeniert und zielen ausschließlich auf kosmetische Aspekte ab. Sie bieten keine ganzheitliche Zahnkorrektur, die auch den korrekten Biss berücksichtigt. Meist werden die Zähne beim Behandlungsbeginn einmalig gescannt, worauf hin die Aligner dem Patienten nach Hause geschickt werden. Wichtige Zwischenuntersuchungen finden nicht statt. Eventuelle Komplikationen können somit nicht erkannt und berücksichtigt werden. Bei Anbietern, die Abdruck-Kits für zu Hause versenden, steht der Patient zu keinem Zeitpunkt unter zahnärztlicher Aufsicht – der Verbraucherschutz warnt eindringlich vor derartigen Abläufen.
Im Gegensatz dazu werden Invisalign®-Schienen ausschließlich über zertifizierte Anwender bezogen, die Fachzahnärzte für Kieferorthopädie oder mindestens Zahnärzte sind. Fachzahnärzte für Kieferorthopädie führen zunächst eine umfassende Untersuchung durch, um beurteilen zu können, inwieweit eine Aligner-Behandlung möglich ist und welche Aspekte berücksichtigt werden müssen.
Besonderheit: Invisalign®-Attachments
Wenn die Fehlstellung besonders ausgeprägt ist, kann der Kieferorthopäde sogenannte Attachments (Haltepunkte) kleben. Durch dieses patentierte System von Invisalign® wird das Anwendungsgebiet der Aligner deutlich erweitert – auch komplexe Zahnbewegungen sind nun möglich.
Weitere Vorteile der Invisalign®-Aligner:
- Basierend auf langjährigen Erfahrungswerten hat Invisalign® ein innovatives Aligner-Material entwickelt: SmartTrack ist hochelastisch und ermöglicht es, die Zahnkorrektur wesentlich exakter zu planen und durchzuführen. Gleichzeitig verhält es sich schonend und übt sanften, gleichmäßigen Druck auf die Zähne aus. Das Einsetzen und Herausnehmen der Aligner ist dank SmartTrack ebenfalls komfortabel.
- Jeder Invisalign®-Aligner wird präzise und individuell den Zähnen und dem Zahnfleischverlauf angeglichen, wodurch eine optimale Passform erreicht wird.
- Ein fast unsichtbares integriertes Messsystem ermöglicht dem Kieferorthopäden zu überprüfen, ob der Aligner ausreichend lange getragen wurde.
- Invisalign®-Produkte sind garantiert frei von Schadstoffen und biokompatibel. Sie enthalten kein Bisphenol-A (BPA) und kein Phthalat – und sind dadurch auch für Schwangere unbedenklich. Wichtig für Allergiker: Invisalign®-Aligner enthalten kein Latex. Sie sind nach ISO-Norm zertifiziert und von der strengen amerikanischen Zulassungsbehörde FDA zugelassen.
Qualität hat ihren Preis
Jeder muss entscheiden, wie viel ihm seine Gesundheit wert ist. Im Verglich zu Billigpreisen bei rein kommerziellen Aligner-Anbietern ist eine Behandlung mit Invisalign® beim Fachzahnarzt für Kieferorthopädie etwas kostspieliger. Dafür hat man die Garantie, qualitativ hochwertige Aligner zu nutzen und während der gesamten Therapie einen spezialisierten Experten an seiner Seite zu haben – inklusive fachmännischer Diagnose, Planung und Überwachung der Behandlung.
Was sind Attachments und welchen Zweck haben sie?
Damit die Aligner Zahnbewegungen bewirken können, müssen sie gut auf den Zahnreihen sitzen. Attachments, kleine Kunststoffknöpfe, sind zusätzliche Hilfsmittel, mit denen sich die Verankerung der Zahnschienen verbessern und ihre Wirkung somit erhöhen lässt. Sie kommen zum Einsatz, wenn komplexere Fehlstellungen korrigiert werden müssen – beispielsweise, wenn Zähne gedreht oder nach hinten bewegt werden sollen. Die Attachments werden vom Kieferorthopäden auf einzelne Zähne befestigt. Sie vergrößern die Kontaktfläche und verbessern den Halt des Aligners. Kräfte können somit besser übertragen und Zähne inklusive ihrer Wurzel bewegt werden.
Wie wird über den Einsatz von Attachments bestimmt?
Sind Attachments überhaupt notwendig? Wie viele Attachments welcher Form und Größe sind geeignet? In welcher Anordnung sollten sie eingesetzt werden? Alle diese Fragen entscheiden über den Therapieerfolg. Auch wenn die gesamte Behandlung mit Alignern inklusive Attachments heutzutage durch KI-gestützte Software unterstützend geplant wird, ist das fachliche Urteil eines Kieferorthopädien unerlässlich. Nur ein Fachzahnarzt für Kieferorthopädie kann durch seine Erfahrung und sein Know-how kieferorthopädische Behandlung erfolgreich planen.
Sind Attachements unauffällig?
Wie die Aligner selbst sind auch die Attachments nahezu unsichtbar: Das Material ist zahnfarben, in vielen Fällen ist es zudem sogar möglich, die Attachements auf der Zahninnenseite anzubringen. Attachments werden einfach wie die übrigen Zähne mitgeputzt. Sie sind nicht sonderlich anfällig für Verfärbungen. Dennoch ist es empfehlenswert, während der Behandlungsdauer auf sehr stark färbende Lebensmittel zu verzichten.
Wie genau werden Attachments befestigt?
Meist werden die Attachments mittels Übertragungsschablone indirekt auf den Zähnen befestigt. Das anschließende Aushärten mit einer Polymerisationslampe macht die Befestigung widerstandsfähig, sodass die Attachments bis zum Behandlungsende sicher halten. Danach können sie durch Polieren rückstandslos entfernt werden.
Warum sind Kontrolltermine wichtig?
Eine Zahnkorrektur mit Alignern ist praktisch, unauffällig und komfortabel. Regelmäßige Kontrollen durch einen Fachzahnarzt für Kieferorthopädie sind jedoch aus verschiedenen Gründen notwendig:
- Überwachung des Fortschritts: Der Kieferorthopäde kontrolliert, ob der Sitz der Aligner korrekt ist und ob die Zahnbewegung wie geplant voranschreitet.
- Erkennung möglicher Probleme: Eventuelle Komplikationen bei der Aligner-Behandlung können direkt erkannt und ihnen somit frühzeitig entgegengewirkt werden.
- Anpassung der Behandlung: Mittels digitaler Planung wird die gesamte Aligner-Behandlung vorab simuliert. Dennoch kann es notwendig sein, einzelne Schritte während der Therapie anzupassen – z. B. ist es manchmal angezeigt, dass ein Schienen-Set länger als ursprünglich geplant getragen werden muss.
- Austausch und Feedback: Falls Fragen zur Tragedauer, zur Aligner-Pflege o. ä. aufgekommen sind, können diese beim Kontrolltermin geklärt werden. Der Kieferorthopäde gibt zudem wichtiges Feedback.
Wie häufig sind Kontrollen notwendig?
Der Verlauf einer Aligner-Behandlung sollte etwa alle sechs bis acht Wochen kontrolliert werden. Wie oft genau Kontrolltermine stattfinden sollten, legt der Kieferorthopäde individuell für jeden Patienten fest.
Was geschieht während eines Kontrolltermins?
Der Kieferorthopäde checkt die Passgenauigkeit der Aligner, kontrolliert den Behandlungsfortschritt, überprüft die Zähne u. a. auf Zahnverschiebungen und leitet bei Bedarf eventuell notwendige Anpassungen der Behandlung ein. Zudem gibt er dem Patienten Feedback und beantwortet Fragen.
Müssen Kontrolltermine immer in der Praxis stattfinden?
Eine Aligner-Behandlung völlig ohne Vor-Ort-Termin – wie es von rein kommerziellen Aligner-Shops angeboten wird – ist nicht empfehlenswert. Wird der gesamte Prozess nicht von einem Fachzahnarzt für Kieferorthopädie geplant und begleitet, können Schmerzen und gesundheitliche Folgeschäden entstehen.
Moderne Software-Lösungen ermöglichen es jedoch, auf viele Termine in der Praxis zu verzichten: Mit der Smartphone-App Dental Monitoring® und der zugehörigen ScanBox können Patienten ihre Zähne einfach selbst scannen. Die Aufnahmen werden an den Kieferorthopäden übermittelt, der den Behandlungsverlauf kontrolliert. Somit ist eine engmaschige Überprüfung der Aligner-Therapie auch aus der Ferne möglich. Die App ersetzt nicht sämtliche Vor-Ort-Termine, sondern ist als hilfreiche und praktische Ergänzung zu verstehen.
Was kann man tun, wenn das Ergebnis nicht wie gewünscht ist?
Im Anschluss an eine kieferorthopädische Behandlung mit Alignern kann ein sogenanntes Refinement notwendig sein. Dabei handelt es sich um eine Nachbehandlung mit dem Ziel, die Zahnstellung noch weiter zu verbessern. Für das Refinement kommen weitere Aligner zum Einsatz.
Wann ist ein Refinement nötig?
Eine Zahnkorrektur mit Alignern wird im Voraus genau geplant, um die gewünschte Zahnbewegung zu erreichen. Da jeder Patient, jeder Zahn und jeder Kiefer individuell ist, kann ein hundertprozentiger Behandlungserfolg jedoch nicht garantiert werden. Ein Refinement bietet die Chance, einen letzten „Feinschliff“ durchzuführen, wenn beispielsweise
- die seitlichen Schneidezähne aufgrund ihrer besonderen Anatomie nicht wie geplant bewegt werden konnten,
- das Drehen von Zähnen nicht vollständig gelungen ist,
- schwierig zu korrigierende Fehlbisse (z. B. ein Tiefbiss) nicht zufriedenstellend behandelt werden konnten oder
- mehr Platz als ursprünglich angenommen für die Zähne erforderlich ist.
Wie läuft ein Refinement ab?
Die Kosten für ein eventuelles Refinement nach der ersten Behandlung sind bereits in den ursprünglichen Therapiekosten enthalten – die Nachbehandlung können wir so lange durchführen, bis Sie zufrieden sind.
Was kann man tun, um eine Nachbehandlung zu vermeiden?
Um die Behandlung möglichst schnell erfolgreich abzuschließen und ein Refinement zu vermeiden, sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Aligner unbedingt ausreichend lange tragen – idealerweise mindestens 22 Stunden täglich.
- Kauübungen durchführen, um den Sitz der Aligner zu verbessern – beispielsweise mit Chewies™ oder Munchies®.
- Die Aligner wirken lassen – das bedeutet, nicht zu früh zum nächsten Aligner-Paar wechseln. Über die Dental-Monitoring®-App können Sie unkompliziert mit uns Rücksprache halten.
Aligner vs. Zahnspange – was sind die Vor- und Nachteile?
Vorteile von Alignern
- Ästhetik: nahezu unsichtbar, ideal auch für Erwachsene bzw. Berufstätige
- Komfort: herausnehmbar zum Essen, angenehm zu tragen
- Hygiene: Zähneputzen und Reinigung der Aligner einfach
- Effektivität: bei ausreichender Tragedauer auch größere Zahnbewegungen in kurzer Zeit
Nachteile von Alignern
- Einsatzspektrum: nicht für jede komplexe Zahn- / Kieferfehlstellung geeignet
- Mitarbeit: Tragedauer von idealerweise 22 Stunden täglich erforderlich
- Kosten: keine Kostenübernahme durch Krankenkassen, komplexe Behandlungsfälle mit höheren Kosten
- Risiken: unbefriedigende Ergebnisse und gesundheitliche Risiken bei (Online-)Angeboten ohne fachzahnärztliche Betreuung
Vorteile fester Zahnspangen
- Einsatzspektrum: für alle komplexen Fehlstellungen
- Kosten: oft günstiger, teilweise Kostenübernahme durch Krankenkassen
Nachteile fester Zahnspangen
- Ästhetik: deutlich sichtbar, weniger unauffällig
- Komfort: nicht herausnehmbar, längere Eingewöhnungsphase, generell oft unangenehmer zu tragen
- Hygiene: aufwendige Pflege, Anwendung von Zahnseide schwierig, Spange dauerhaft auf den Zähnen
- Risiken: Nebenwirkungen wie Zahnverfärbungen oder Beschwerden durch Drähte
Fazit: Aligner mit viel mehr Licht als Schatten
Beide Behandlungsmethoden haben ihre Stärken und Schwächen. Eine Aligner-Behandlung beim Fachzahnarzt für Kieferorthopädie bietet jedoch überwiegend Vorteile – in Ästhetik, Komfort, Hygiene und Effektivität. Lediglich die Tragezeiten müssen beachtet werden und erfordern Disziplin. Feste Zahnspangen hingegen wirken permanent, ohne dass eine aktive Mitarbeit des Patienten nötig ist. Weiterhin sind sie für jede Art von Fehlstellung geeignet und die bewährteste kieferorthopädische Behandlungsmethode. Allerdings: Wegen der deutlichen ästhetischen Nachteile, des mangelnden Komforts und der problematischen Hygiene sind feste Zahnspangen heutzutage für viele nur noch die zweite Wahl.
Nutzen Sie gerne unsere praktischen Tipps zur Aligner-Pflege.